Wie lange kann mein Job noch so weitergehen?

10 Fragen, die Ihnen dabei helfen zu entscheiden, ob Sie den Jobwechsel mit 40 oder 50 wirklich wagen sollten.


Alle, die schon länger in Organisationen arbeiten, kennen das. Mal geht’s im Job besser, dann mal schlechter. Jeder kommt mal an den Punkt, wo es länger nicht gut geht, nicht mehr passt. Was machen Sie nun? Wollen Sie sich tatsächlich beruflich umorientieren oder ist es nur eine kurze Down-Phase?

Hier sind 10 Fragen und 1 „Joker“, die Ihnen bei der Klärung in Sachen Jobwechsel mit 50 helfen. Ein Teil von Ihnen weiß meist schon die Antwort. Wie wirkt es auf Sie, wenn Sie die Fragen unten ehrlich beantworten?

 

Jobwechsel mit 50 wagen: Ja oder nein?

1. Mein Job bringt gutes Geld – das hab' ich mir aufgebaut
Geld ist wichtig, aber für die Zufriedenheit, weniger als man gemeinhin denkt. Wie oft denken Sie: Das Beste an meinem Job ist die Kohle und alles drum rum?

Wenn die Konzentration auf das Einkommen alles überschattet, fehlt oft etwas Anderes. Was ist es, was Sie mit Geld kaufen und nicht kaufen können? Was brauchen Sie und vor allem warum?


2. Ich mach' meine Arbeit leicht
Es gibt Jobs und Positionen die fordern, aber sie geben auch viel und schaffen damit wieder Balance. So lange ich (dicke) Bretter bohre, die mir liegen, bin ich zwar mal müde, aber nicht ausgelaugt. Wenn ich oft im Randbereich meiner eigentlichen Stärken arbeite, dann wird es mühsam.Wie ist das bei Ihnen?


3. Ich entwickle mich weiter
Ich meine jetzt nicht unmittelbar die nächste Karrierestufe. Sondern wie gut ist es Ihnen in den letzten 1-2 Jahren gelungen, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln?


4. Ich kenn' mich aus – auch morgen
Die meisten wissen einigermaßen was sie tun, viele sind fachlich Experten in ihrem Job. Das ist gut. Sind Sie auch innerlich motiviert, sich weiter zu verbessern?

Die Tatsache, dass ich heute etwas gut kann, ist morgen nicht mehr so viel wert.


5. Die Leute sind gut
Wie viel bedeuten Ihnen die Kollegen und der Chef? Wie viel Zeit verbringen Sie privat mit den Kollegen? Es muss keine Familie sein. Wenn Sie viele Leute nerven, dann liegt es NIE daran, dass alle anderen Deppen sind. Sind Sie kompatibel zu den Firmenwerten, der ungeschriebenen Kultur, den Vorbildern?


6. Der Chef ist in Ordnung
Es gibt „spezielle“ Chefs und Mitarbeiter und daher manchmal Stress. Das ist normal. Wie akzeptabel ist Ihre persönliche Beziehung zum Chef. Wie viel Anerkennung bekommen Sie? Wie viel Anerkennung geben Sie sich selbst? Wo deckt sich das?


7. Die Zeit verfliegt meist während der Arbeit
Wenn wir daran arbeiten, was wir können und was Sinn macht, kommen wir in Flow. Andernfalls vergeht die Zeit immer langsam und wir warten auf die nächste Pause, den Feierabend, das Wochenende, den Urlaub. Wie viel Warten ist bei Ihnen?


8. Ich bin sicher in meiner Position und Firma
Gute Unternehmen bieten Sicherheit. In jungen Jahren sind Wechsel leicht. Langfristig sicher sind aber Menschen, die immer wieder ihre Qualifikation aktiv entwickeln, mit Blick auf das Machbare und Nachgefragte. Welcher Sicherheitstyp sind Sie? Was stärkt Sie, wenn die Rolle und der Status weg sind? Wie kann ich mir mehr Vertrauen ins Leben erlauben?


9. Ich bin gesund
Wie viele Tage waren Sie krank in den letzten 12 Monaten? Wie gestresst fühlen Sie sich durch Ihre Arbeit?  Unser Körper ist geduldig und belastbar. Irgendwann meldet er sich aber, wenn ihm dauernd das Falsche zugemutet wird. Hören Sie auf Ihren Körper.


10. Das wird schon wieder
Prinzip Hoffnung ist gut und manchmal muss man durchs Tal um auf den Berg zu kommen. Wie lange sieht Ihr Tal aus? Führt es danach auf den Berg? Wieviel Zeit erlaube ich mir noch im Tal? Wann möchten Sie sich auf den Weg machen?


11. Ihr Joker
Schauen Sie nochmal genau hin. Was gibt Ihnen Ihr Job noch? Wie bekommen Sie mehr davon? Zu oft nehmen wir „nur“ die Probleme und Schattenseiten wahr. Achten Sie darauf, was Ihnen hilft. Lassen Sie Unrat vorbei schwimmen. Bleiben Sie ehrlich zu sich selbst. Achten Sie auf Ihre Intuition, Ihre innere Stimme.